Vor einigen Tagen besuchte eine ehemalige Teilnehmerin die #futurefactory, um von ihren Erfolgen und Erlebnissen nach ihrer Kurszeit hier zu erzählen! Derzeit arbeitet Schirin in der Kund*innenbetreuung und verfolgt nach abgeschlossener Ausbildung weiterhin ihr Ziel, als Software Developer zu arbeiten. Wir haben uns sehr über den Besuch und das Feedback gefreut – hier nun ihre Erfolgsstory!
Was ist dein nächstes Karriereziel?
Software Developer, Model & Musikerin!
Wie ist der Arbeitsalltag als Mitarbeiterin in der Information& Kund*innenbetreuung, was muss frau mitbringen für diesen Job?
Mein Arbeitsalltag in der Information ist entspannt. Ich starte um 9 Uhr und checke erstmal, was alles Wichtige erledigt werden muss. Es gibt ein paar Sachen, die ich wissen sollte, aber die kann ich entweder direkt aus dem Kopf oder jederzeit am Laptop nachsehen. Ich kenne mich auch gut mit den Lagerräumen und den Promotion-Artikeln aus. Nach meinem morgendlichen Check bin ich einfach da, falls jemand Fragen hat oder Infos braucht. Zwischendurch werfe ich einen Blick auf die E-Mails des Centers (also der Mall) und nehme Anrufe entgegen. Sollte irgendwas sein, kann ich auch immer die Techniker oder die Security rufen.
Ein 11-Stunden-Tag ist schon eine Herausforderung, aber da ich nur 2-3 Tage pro Woche arbeite und die Arbeit nicht wirklich schwer ist, geht es gut. Ich spreche neben Englisch auch ein bisschen Italienisch und Spanisch, was hier in Wien Mitte echt hilfreich ist, weil täglich viele Touristen Fragen haben. Ich glaube, dass mir diese Sprachkenntnisse geholfen haben, den Job zu bekommen.
Mein Arbeitsalltag als Software Developer sieht in etwa so aus: Ich starte auch gegen 9 Uhr morgens. Zuerst haben wir ein Morgenmeeting, in dem wir besprechen, wie der aktuelle Stand im Team ist. Da an einer Software immer mehrere Leute arbeiten, ist es wichtig, zu wissen, wer gerade an was arbeitet, damit es keine Überschneidungen gibt und jeder im Team auf dem gleichen Stand ist.
Jeder übernimmt seinen eigenen Aufgabenbereich und je nach Aufgabe arbeitet man entweder alleine oder zu zweit daran. Als Software Developer hat man auch die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten – theoretisch von überall aus der Welt. Das ist auch ein Grund, warum ich diese Arbeit so gerne machen möchte.
In der Regel gibt es einen Scrum Master, der als Bindeglied zwischen den Kunden und den Entwicklern fungiert. Der sorgt dafür, dass die Entwickler nicht zu sehr unter Druck von den Kunden stehen und gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Kunden nicht zu viel Stress wegen möglichem Fortschrittsmangel oder anderen Dingen haben. Software-Entwicklung kann nämlich ziemlich komplex sein und man ist immer wieder mit neuen Problemen konfrontiert. Deshalb lässt sich zwar ein grober Zeitplan aufstellen, aber es ist nie hundertprozentig sicher, wann etwas wirklich fertig sein wird.
Als Frau in diesem Bereich braucht man definitiv den Willen, dranzubleiben, und die Leidenschaft für die Software-Entwicklung. Sonst kann man schnell frustriert werden. Es gibt Zeiten, da hat man tagelang das Gefühl, nicht weiterzukommen oder einen Fehler einfach nicht zu finden. Deshalb arbeiten Teams zusammen – das Beste daran ist, dass keiner wirklich gegen den anderen arbeitet, weil alle dasselbe Ziel und dieselben Herausforderungen haben. Das Gefühl, gemeinsam an einem Problem zu arbeiten, ist sehr motivierend und stärkt das Teamgefühl.
Am restlichen Tag wird an den Aufgaben weitergearbeitet und manchmal gibt es am Ende des Tages noch eine Besprechung, um den Stand zu checken.
Wo hast du die Ausbildung gemacht?
Ich habe meine Ausbildung in der Code Factory gemacht, einer Privatschule, bei der man die Ausbildung theoretisch auch vom WAFF fördern lassen kann – dazu muss man einfach einen Antrag stellen. Diese Ausbildung war für mich ein Traum, weil sie eine sehr intensive Schnellausbildung ist, die gleich zwei Ausbildungen in einer kombiniert. Und das Ganze in nur 3,5 Monaten, mit täglichem Lernen zuhause.
Die Ausbildung gibt dir einen tiefen Einblick in den Beruf und das Fach, sodass du wirklich checken kannst, ob das etwas für dich ist. Wenn du dich voll reinhängst, hast du sogar die Möglichkeit, nach den 3 Monaten deine eigene Firma zu gründen. Das habe ich leider nicht geschafft, aber mein Ziel ist es, eher in einem Unternehmen zu arbeiten.
Gab es Aufnahmeprüfungen für diese Ausbildungen und was wurde von dir erwartet?
Es gab keine Aufnahmeprüfung, aber bestimmte Voraussetzungen. Ob man die Ausbildung bestanden hat oder nicht, hing von sogenannten Code Reviews und den morgendlichen Tests ab. Jeden Tag hatten wir zuhause Lernzeit und am nächsten Tag einen kleinen Test über den Stoff. Da Software-Entwicklung ziemlich komplex ist und wir alles sehr schnell lernen mussten, haben wir den neuen Stoff immer selbstständig gelernt, um dann den Test am nächsten Tag zu schreiben. Danach hat der Lehrer den Stoff noch einmal ausführlich erklärt, damit wir ihn wirklich gut verstehen konnten.
Eine Code Review ist eine selbst programmierte Webseite und zählt quasi als Test. In der ersten Hälfte der Ausbildung hatten wir drei dieser Code Reviews und in der zweiten Hälfte auch nochmal drei. Diese Reviews mussten wir an zwei Tagen – Freitag und Samstag – zuhause allein und selbstständig programmieren.
Wie haben dich die Trainerinnen und das Coaching in der #futurefactory unterstützt?
Bevor ich in der #futurefactory war, dachte ich, dass ich nicht alles lernen kann. Ich glaubte, dass ich zum Beispiel keine Software-Entwicklung lernen könne, weil ich die Schule nicht lange genug besucht habe. Doch hier habe ich gelernt, dass ich alles lernen kann, solange ich weiß, was ich will. Dann ist alles möglich!
Ich habe erkannt, dass ich ein Teil der Gesellschaft bin und etwas verändern kann! Die Trainerinnen und Coaches haben mir nicht nur dabei geholfen, mich selbst besser kennenzulernen, sondern auch, mein Leben ganzheitlich zu organisieren. Jetzt fühle ich mich bereit für alles. Bereit zu sein.
Würdest du die #futurefactory auch anderen jungen Frauen empfehlen?
Ich kann die #futurefactory zu 3 Milliarden Prozent empfehlen! Ich bin wirklich begeistert! Ich liebe alles hier und bin unendlich dankbar. Früher sah ich keinen Ausweg, aber jetzt fühle ich mich, als könnte ich alles erreichen und tun. Ich sehe klar, wie ich es schaffen kann, und ich bin so viel weitergekommen. Endlich hatte ich das Gefühl, dass es jemanden interessiert, dass aus mir etwas wird, und dass ich alles habe, um erfolgreich zu sein. Deshalb: Ja, ich kann die #futurefactory nur wärmstens empfehlen!
Welche Tipps hast du für andere junge Frauen, die auf der Suche nach einem Job sind.
Frag dich jeden Tag: „Was will ich eigentlich?“ Schränke dich nicht ein! DREAM BIG -YOU CAN DO IT! Ich bin jetzt außerdem Model – irgendwie! Danke #futurefactory!
I love you!


