Posted in Deutsch, Divörsity

Alexandra: Aus dem Blickwinkel meiner neuen Identität

Unter dem Titel „DIVÖRSITY“ finden erstmals die österreichischen Tage der Diversität statt.

Aus diesem Anlass erarbeiteten die Teilnehmer*innen der #futurefactory diverse Projekte, welche am 16. Oktober 2018 bei unserer Vernissage im Schulungszentrum Gasometer vorgestellt wurden.

Im Deutsch-Training bekamen unsere Teilnehmer*innen eine neue Identität und sie erzählten aus dem Alltag ihres neuen Ichs:

Ich komme aus Sinijar.

Ich bin gerade umgezogen nach Wien, deshalb möchte ich meine Ausbildung Nostrifizieren lassen.

In Zukunft will ich eine Ordination öffnen.

Nach drei Jahren habe ich meine Ziele erreicht, leider mir ist noch schwer, weil ich ein Kopftuch trage.

Am meisten Menschen kritisiert mich, dass ich ein Kopftuch trage, deswegen habe ich nicht so viele Patienten obwohl ich eine gute Ärztin bin.

Ich habe ein paar österreichische Patienten, wenn sie rein kommen zur Kontrolle schauen sie sehr böse aus oder sind ein bisschen aggressiv.

Ich kann es einfach nicht verstehen wieso die meisten österreichischen Menschen ein Problem haben mit Frauen die Kopftuch tragen, deshalb möchte ich ab sofort meinen Namen ändern und mein Kopftuch ablegen damit ich keine Probleme mehr in meinem Beruf habe.

Ich verliere dadurch aber meine Identität.

Nach einem Jahr habe ich meine große Liebe getroffen und so dachte ich mir, dass ich meine Ruhe finden kann.

Endlich nach so vielen Jahren habe ich meine Ruhe gefunden und fühle ich mich sehr wohl, weil es mir gut geht und es keine Probleme mehr gibt.

Wir haben uns entschieden, dass wir ein Kind wollen. Eine Woche später habe ich erfahren, dass ich keine Kinder bekommen kann und so kommen meine Probleme wieder zurück.

Ich versuche positiv zu bleiben aber ist unmöglich, deswegen denke ich zurück zu ziehen in meine Heimatstadt.

 

–      Alexandra