Doris: Aus dem Blickwinkel meiner neuen Identität

Unter dem Titel „DIVÖRSITY“ finden erstmals die österreichischen Tage der Diversität statt.

Aus diesem Anlass erarbeiteten die Teilnehmer*innen der #futurefactory diverse Projekte, welche am 16. Oktober 2018 bei unserer Vernissage im Schulungszentrum Gasometer vorgestellt wurden.

Im Deutsch-Training bekamen unsere Teilnehmer*innen eine neue Identität und sie erzählten aus dem Alltag ihres neuen Ichs:

Ich bin eine Heterosexuell Sudanesiche frau, die im Jüdischen Glauben geboren ist.

Ich bin 24 Jahre alt.

Ich habe keinen Schulabschluss und ich bin Sehbehindert.

Deshalb ist das Leben nicht so einfach für mich.

Ich muss weiter versuchen wie ich eine Ausbildung mit einem Diplom erreichen kann, weil ohne Ausbildung kann man nicht arbeitet.

Wegen meiner Situation ist es für mich sehr schwer. Ich fühle mich wegen meiner Sehbehinderung nicht wie eine komplette Person.

Ich habe kein Geld, aber wenn ich einen Schulabschluss hätte, dann hätte ich auch eine Arbeit.

Wenn man keine Arbeit hat, dann hat man kein Geld. Wenn man kein Geld hat, dann gibt es kein Essen. Wenn es kein Essen gibt, wird man Schlank und traurig.

Wenn man traurig und Schlank wird, dann wird man krank.

Wenn man krank wird, dann wird man tot.

Das Leben ist sehr Komisch und manchmal kann man nicht wissen, was in Zukunft wird.

Aber tot will ich nicht sein.

Ich denke, dass ich noch alles was ich im Leben brauche, bekommen werde.

 

–       Doris